Tatsachen der deutschen Versicherungen

Schätzungen zufolge fehlen den gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2010 Einnahmen in Höhe von knapp vier Milliarden Euro. Das Defizit soll, so die aktuellen Pläne, nicht von der Bundesregierung durch eine Erhöhung von Subventionen ausgeglichen werden. Vielmehr muss der Fehlbetrag dann vermutlich durch einen Zusatzbeitrag der Versicherungsnehmer wieder eingenommen werden. Welche Krankenversicherungen einen zusätzlichen Beitrag im Jahr 2010 erheben werden, und wie hoch dieser ausfallen wird, ist derzeit noch unklar.
Trotz der mangelnden Einnahmen sind seitens der Krankenversicherungen keine weiteren Sparmaßnahmen bislang vorgesehen. Die hohen Ausgaben sind insbesondere auf die gestiegenen Kosten bei Kliniken sowie bei Medikamenten zurückzuführen. Der Schätzerkreis für die gesetzliche Krankenversicherung, der sich aus Experten von Bundesversicherungsamt, GKV-Spitzenverband und Fachpersonal aus dem Gesundheitsministerium zusammensetzt, geht im Jahr 2010 von Einnahmen in Höhe von rund 171,1 Milliarden Euro aus. Diesem Betrag stehen Ausgaben in Höhe von etwa 174,3 Milliarden Euro entgegen. Daraus resultiert ein Defizit von über 3 Milliarden Euro im Jahr 2010.
Noch hat keine Krankenkasse angekündigt, einen Zusatzbeitrag einzuführen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass schon bald die ersten Krankenversicherungen damit beginnen werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll der zusätzliche Beitrag für die Versicherungsnehmer nicht mehr als acht Euro monatlich ausmachen. Der Versicherungsbeitrag von derzeit 7,9 Prozent für versicherte Arbeitnehmer erhöht sich damit wieder einmal, während jedoch der Arbeitgeberanteil unverändert bei 7 Prozent bleibt.

Aufgrund dieser Entwicklungen kann es durchaus Sinn machen, sich einen Wechsel private Krankenversicherung zu überlegen. Das deutsche Gesundheitssystem steht auf wackeligen Beinen – wie die weitere Entwicklung aussieht, vermag niemand vorhersehen zu können. Die PKV hat sich hingegen trotz Finanzkrise auch in jüngster Vergangenheit stabil gehalten und kann weiterhin uneingeschränkt die bewährten umfassenden Leistungen garantieren. Viele Versicherte zahlen für die private Krankenversicherung deutlich günstigere Beiträge als in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Ob sich der Wechsel lohnt, kann über einen Krankenversicherungsvergleich im Internet schnell und einfach herausgefunden werden.

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